Das Werte-Forum Zukunft | Lagerung, Metalle und mehr

Alle Redner des 1. Werte-Forums Zukunft gemeinsam auf der Bühne in Nürnberg

Nürnberg. Mit dem „1. Werte-Forum Zukunft“ begann in der Frankenmetropole eine bundesweite Tournee, die Wirtschaft, Sicherheit und Nachhaltigkeit zusammenführt. Hinter dem kollektiven Format stehen Trisor, Noble BC und Elements, Ziemann Valor sowie C. Hafner. Eingeladen waren Redner und Expertinnen aus Verwahrung, Industrie- und Edelmetallen sowie seltenen Erden – flankiert vom renommierten Zukunftsforscher und Bestsellerautor Matthias Horx, der Einblicke in das Weltgeschehen gab und eine bewusst positive Perspektive entfaltete.


Worum es beim Werte-Forum Zukunft geht


Das Konzept: Unternehmen und Fachleute diskutieren die Rolle von Werten – ideell, physisch und nominell. Ziel ist es, Bewährtes zu bewahren, Werte neu zu formen und Zukunft aktiv zu gestalten. Der Anspruch: gemeinsam denken, sprechen und handeln.


Seltene Erden: „Das Kokain der Industrie“


Andreas Pietsch, Geschäftsführer von Noble BC und Elements, präsentierte das gemeinsam mit seinem Partner und Mitgesellschafter Andreas Kroll verfasste Buch „Das Kokain der Industrie“. Im Fokus stehen seltene Erden und Industriemetalle, von denen nicht nur Deutschland und Europa, sondern die gesamte Welt abhängig ist: Smartphones, E-Fahrzeuge, Windräder, LEDs, Drohnen und sogar Panzer – all das ist ohne diese Rohstoffe kaum denkbar. Die zentrale Frage: China besitzt und baut die meisten dieser Metalle im großen Stil ab – wie abhängig sind wir von der Supermacht, was bedeutet das für Wirtschaft und Wohlstand, und welche Chancen eröffnen sich für Anleger und für Deutschlands technologischen Fortschritt? Die Thesen und Antworten liefert das Buch – klar präsentiert von Pietsch.


Verwahrung 2025: Sicherheit im Schließfach


Lukas Pfister, Standortleiter Trisor Nürnberg, erklärte, wie Wertgegenstände im Jahr 2025 am besten verwahrt werden: bankenunabhängig im Hochsicherheits-Schließfach bei Trisor – mit 24/7-Zugang, Wachdienst, Sicherheitsstufe 10 von 12 und 3-Faktor-Authentifizierung (Karte, PIN, Fingerabdruck). Ohne Terminabsprache bleiben Schmuck, Edelmetalle oder Dokumente sicher – Heimtresore dagegen bergen den Nachteil, potenzielle Einbrecher ins eigene Zuhause „einzuladen“. Der Trend in Deutschland: mehr Einbrüche, gleichzeitig bauen Banken Filialen – und damit auch Schließfächer – ab. Pfisters Schluss: Am sichersten lagern Werte im schönsten Hochsicherheitstrakt Nürnbergs.


Gold der Zukunft: Kreislauf statt Raubbau


Eduard Stefanescu, Sustainability Manager bei C. Hafner, erklärte, was klimaneutrales Gold bedeutet. Noch wird Gold häufig unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut – zugleich steckt es überall im Alltag: in Fahrzeugen, Handys oder als Zahnkrone. Wenn das Handy ausgedient hat oder Zahngold ausgetauscht wird, setzt C. Hafner auf den Kreislauf: das Material „reinigen“ (Gold von anderen Metallen scheiden) und als Barren wieder in Umlauf bringen. Vom Nutzen der Restwärme beim Schmelzen bis zur Wiederaufbereitung der „Scheidungs-Säure“ – an jedem Schritt wird für CO₂-armes Gold gearbeitet. Gold bleibt so nicht nur eine der sichersten Anlagen, sondern wird nachhaltig.


Investieren mit System: Metalle, Blockchain, Steuerfreiheit


Markus Osiander, Geschäftsführer bei Ziemann Valor, skizzierte gemeinsam mit Moderator Alexander Dros, wie sich Investments in seltene Erden, Industrie- und Edelmetalle strukturieren lassen: Inflationsschutz, die Chance auf Vermögenszuwachs – und steuerfreier Verkauf nach einem Jahr. Transparenz schafft die Blockchain-Verknüpfung bei Noble BC: Anlegerinnen und Anleger können jederzeit nachweisen, wie viel der gekauften Metalle und Erden tatsächlich im Zollfreilager liegt. Für die physische Lagerung eignen sich Trisor-Schließfächer – sicher, zugänglich und bankenunabhängig.


Horx: Umbruch ja – aber mit Chancen


Zum Abschluss ordnete Matthias Horx das internationale und nationale Geschehen ein. Geht es uns wirklich so schlecht? Ist alles verloren? War früher alles besser? Seine Diagnose: Wir befinden uns in einer Umbruchphase einer Epoche – die Chancen sind da, wir müssen zugreifen und gestalten. Trends seien heute lauter und heftiger, hätten aber oft ein schnelles Kommen und Gehen. Beispiel Ernährung: Die vegane Bewegung bekam zunächst heftigen Gegenwind von Fleischliebhabern. Nach nur einem Jahr zeigten sich bei den Minderheiten – Veganer und Fleisch-Ultras – kaum Verschiebungen. Gestiegen sei jedoch der Anteil der Flexitarier: Menschen, die bewusst wenig Fleisch essen. Zwei Extreme zu Beginn – am Ende trifft man sich in der gesunden Mitte. Horx’ Fazit: Jeder Umbruch bringt Extreme, die schlussendlich in einer Mitte münden.


Gemeinsam Werte gestalten


Es ist wirklich schön zu sehen, wenn verschiedene Unternehmen an einem Strang ziehen, weil ihnen neben Umsatz, Gewinn und Expansion eines wichtig ist: Werte bewahren, Werte neu formen und Werte für die Zukunft gestalten. Egal ob ideelle, physische oder nominelle Werte – gerade in einer Zeit, in der alles fragil scheint. Und wenn man dann gemeinsam einen so interessanten, lehrreichen, schönen und, ja, fast schon wichtigen Abend mit Blick auf die Zukunft gestaltet, wird der Wert „Wir zusammen, was haben wir gemeinsam, was können wir machen und gestalten?“ wieder ein Stück weiter bewahrt, gestärkt und geformt.